Ich nehme mir das Leben –
jeden Tag

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Taschenbuch, 208 Seiten
Eine Lach- und Lebensgeschiche von Inge Grein-Feil erscheint Ende Juli 2010
Ein sehr persönliches, nachhaltig bewegendes Buch

mit Vorworten von Dieter Hildebrandt
und Pater Dr. Jörg Müller
und einem Nachwort vom Lektor Jens Eber.

Gedruckt in der Missionsdruckerei Mariannhill Reimlingen.
ISBN Nr. 978-3-00-030910-6

Lachen, auch wenn es weh tut, das ist eine Spezialität von Inge Grein-Feil: Sie lacht ansteckend, obwohl ihr Leben genügend Anlass für Tränen gegeben hat; vor allem aber bringt sie Menschen zum Lachen, die Fröhlichkeit mehr als alles Andere brauchen.

Im Frühjahr 2009 zog sich Inge Grein-Feil für einige Wochen zurück, um ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, die doch vielmehr ihre „Lach- und Lebensgeschichte“ ist, wie sie bald feststellte. Und obwohl sie einen unverblümten Einblick in einen Lebensweg voller Stolpersteine gewährt, zelebriert Inge Grein-Feil keinen Seelen-Strip auf dem Ego-Boulevard. Vielmehr zeigt sie mit exemplarischen Geschichten aus einem spannenden Leben zwischen Rock’n’Roll und Ehrenamt auf, wie selbstbestimmtes Leben aussehen kann – und wie wichtig das Lachen dabei ist.

Jens Eber

Dillingen/Dischingen Es entspricht so ganz ihrer Art, dass sie zum Geburtstag nicht nur sich selbst, sondern auch anderen ein Geschenk macht: Inge Grein-Feil, erste „Silberdistel“-Trägerin unserer Zeitung, feiert am heutigen Dienstag 65. Geburtstag und rechtzeitig dazu ist ihr neuestes Büchlein im Selbstverlag herausgekommen. Unter dem Titel „Ich nehme mir das Leben – jeden Tag“ liefert sie sozusagen eine Monografie und ein Selbsthilfewerk gleichermaßen. Gleichzeitig ist es ein Appell an die Menschlichkeit und die Mitmenschlichkeit und ein Plädoyer für die richtige Portion Humor im alltäglichen Leben.

Die bekennende Christin, die erst durch Krankheit und Leid wieder zum Glauben gefunden hat, ist als lebensbejahende Frau nicht nur im benachbarten Landkreis Heidenheim sehr bekannt, sondern durch den Verein „Freunde schaffen Freude“ (FsF) auch an der Donau.

Die Ingenauer Inge, Gräfin zu Grein-Feil

In Dillingen gibt es bekanntlich eine eigene Ortsgruppe. Zwar betont Grein-Feil immer, dass die „Freunde“, wie sie kurz genannt werden, ein Gemeinschaftswerk vieler ist – besonders aber auch ihres Mannes Siggi Feil – , aber selbst der wohl bekannteste deutsche Kabarettist, Dieter Hildebrand, hat erkannt, dass es ohne „die Ingenauer Inge, Gräfin zu Grein-Feil“ nicht geht. Er schreibt im Vorwort zum Buch: „Es ist gut, dass sie dieses Buch geschrieben hat, weil sie damit das Selbstvertrauen von Menschen, die auch ein schweres Schicksal zu meistern haben, stärkt, weil sie den Willen zum Lieben unterstützt und, mit eigenem guten Beispiel vorangehend, den Trotz der Mühseligen und Beladenen weckt. Die Gemeinde, die sie um sich schart, beweist durch ihre tatkräftige Existenz, dass es so etwas gibt: eine Gemeinde.“

Fromme Heiterkeit oder heitere Frömmigkeit

Und Pater Dr. Jörg Müller, ein regelmäßiger Gast in der Begegnungsstätte „Arche“ in Dischingen, schreibt dazu: „Was sie auszeichnet, ist ihr Humor, den sie mit ihrem Glauben verbindet. Und nichts ist ja so erquickend, wie diese heilsame Mischung.“ Und weiter: „Wer das Buch liest, erlebt eine fromme Heiterkeit oder eine heitere Frömmigkeit.“

Bei aller Ernsthaftigkeit des sarkastisch-ironisch anmutenden Titels wird durch den Untertitel die Grundhaltung der heutigen Jubilarin deutlich: „Eine Lach- und Lebensgeschichte von Inge Grein-Feil“. Denn Lachen, auch wenn es weh tut, das ist das Markenzeichen von Inge Grein-Feil. Sie lacht viel und ansteckend und bringt – das ist noch viel wichtiger – auch andere Menschen zum Lachen, besonders und gerade, wenn ihnen im Innern vielleicht gar nicht zum Lachen ist. Inge Grein-Feil glaubt an das Medizinische im Lachen und wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch ihr Plädoyer zur locker machenden Heiterkeit, ohne die Dinge des Lebens zu negieren oder gar ihnen zu entfliehen.

So war denn ihr mehrwöchiges „Schreibasyl“ in Bad Krumbad auch keine Flucht, sondern ein bewusster temporärer Rückzug auf einem weiteren Stück Selbstfindung. Dass dabei keine egozentrische Nabelschau herausgekommen ist, dürfte jedem klar sein, der die Autorin einmal kennengelernt und in Aktion erlebt hat.

Das Weinerliche liegt ihr überhaupt nicht

Das Weinerliche liegt ihr nämlich überhaupt nicht, dazu ist sie viel zu anpackend. Allerdings gibt sie unverblümten Einblick in ihre – manchmal schockierende – Vergangenheit im spießbürgerlichen Elternhaus und auf ihre schwere Krankheit (Multiple Sklerose). Dass sie heute über viele Stolpersteine ihres Lebens mit Humor und – auch wenn erst sehr spät – mit Liebe berichten und reflektieren kann, zeichnet den verständnisvollen und verzeihenden Humormenschen Grein-Feil aus. Dabei verhehlt und verniedlicht sie ihre Ängste durchaus nicht. Sie kennt sie und offen geht sie damit um. Eine gewisse Forschheit ist ihr durchaus zu eigen. Forsch war sie ja schon immer. Sie erinnert sich: „Ich war nicht die brave, angepasste Tochter, auf die meine Eltern hätten stolz sein können.“

Aufmunternde Lebensweisheiten

Viele schöne Bilder und aufmunternde Lebensweisheiten („Was bedeutet unser ganzes Wissen? Wir wissen nicht einmal, wie morgen das Wetter wird.“) garnieren durchgehend das lesenswerte Büchlein einer engagierten Mitbürgerin. Die Heimatzeitung gratuliert ihrer „Silberdistel“-Trägerin herzlichst zum heutigen Geburtstag.

Ich nehme mir das Leben – jeden Tag“, Selbstverlag, Missionsdruckerei Reimlingen, ISBN
978-3-00-030910-6.